Die 5 wichtigsten Studienergebnisse
IMS: wie sieht es um die Umsetzung in Österreich aus?
Gesellschaftliche und technische Trends spielen für Organisationen bzw. deren strategische Ausrichtung, Handlungsfelder und Geschäftsprozesse eine immer wichtigere Rolle. Für viele Organisationen ist es jedoch herausfordernd, praxisfähige Managementsysteme zu entwickeln bzw. die stetig wachsenden Anforderungen integriert zu managen.
Informationssicherheit, Compliance, Asset Management: besser früher als später müssen sich Organisationen auch diesen Themen zuwenden, um weiter zukunftsfähig handeln zu können. Viele managen aktuelle und künftige Anforderungen bereits integriert – dennoch könnten oft noch mehr Synergieeffekte erzielt werden. Dadurch ergeben sich nicht nur Einsparpotenziale, sondern auch eine Verringerung des Aufwands.
In dem Kontext wird häufig vom Integrierten Managementsystem (IMS) gesprochen. Mit einem IMS können klar Einspar- und Optimierungspotenziale entstehen. Wie wird das Thema von österreichischen Betrieben bzw. auf DACH-Ebene angegangen? Welche Managementsysteme haben sich etabliert, wo gibt es noch Luft nach oben? Wo liegen Chancen, wo Herausforderungen?
Präsentation erster Studienergebnisse
Quality Austria hat sich an einer Studie der Hochschule Zittau/Görlitz beteiligt, die rund 200 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema „Integrierte Managementsysteme“ befragt hat. Die erste Studienphase ist bereits abgeschlossen und als Unterstützerin präsentiert Quality Austria einige ausgewählte Kernerkenntnisse:
- Von den rund 200 befragten DACH-Unternehmen betreiben rund 2/3 ein Managementsystem – in Österreich sind dies fast 75%. Jene Betriebe, die noch kein Managementsystem implementiert haben, gaben an, dies anzustreben. Von einer Einführung haben sie bis dato jedoch fehlende Anforderungen von außen, zu wenig Know-how, mangelnde Ressourcen oder Zeit abgehalten.
- Am häufigsten implementiert sind Managementsysteme in Bereichen Qualität, Umwelt, Arbeitnehmer*innenschutz und Energieeffizienz. Aber auch Themen wie Risikomanagement, Informationssicherheit und Compliance werden immer wichtiger, teilweise jedoch noch nicht integriert verwaltet.
- Als Top 3 Herausforderungen bei der Einführung eines IMS wurden personelle Ressourcen, Zeitaufwand sowie die Anzahl der Managementsysteme genannt.
- Ist die Entscheidung für ein IMS gefallen, setzen die meisten Betriebe unterstützend auf diverse Weiterbildungen und/oder Fachliteratur, um sich das benötigte Know-how anzueignen.
- Die befragten Personen haben folgende deutlich spürbare Verbesserungen durch die Einführung eines IMS genannt:
- Einheitlichkeit,
- Anknüpfungsmöglichkeiten,
- fortlaufende Verbesserung,
- integrierte Auditierung,
den Umgang mit stetig zunehmender Komplexität.
Kooperationsprojekt im DACH-Raum
Erstmalig fand in der DACH-Region eine empirische Erhebung zum Umsetzungsstand „Integrierter Managementsysteme“ statt. Die Umfrage wurde vom Team Integrierte Managementsysteme (TIMS) der Hochschule Zittau/Görlitz (Deutschland) initiiert. Beteiligt waren: TÜV Rheinland Consulting GmbH, TÜV Rheinland Media GmbH, TÜV Rheinland Akademie GmbH, Quality Austria, Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme sowie weiteren Umfragepartner*innen auf schweizerischer Länderebene.
Auf Basis dieser Ergebnisse werden im Herbst 2023 länderspezifische Workshops zum Erfahrungstausch mit ausgewählte Teilnehmer*innen durchgeführt. Auch bzgl. dieser Ergebnisse werden wir Sie selbstverständlich am Laufenden halten.
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